Nachdem ich jetzt die prerelease-Demo von Call of Duty - Modern Warfare mehrmals auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen und mit verschiedenen Grafikeinstellungen durchgespielt habe, wollte ich der Welt mal eben mitteilen, was ich von diesem Spiel halte:
Die Demo erstreckt sich über ca 10-15 Minuten des Spiels. Es handelt sich dabei um die Mission, die wir schon vor einiger Zeit im ersten Video gesehen haben, das ich ja auch gepostet habe.
Der Beginn der Mission ist wie ein Briefing mit Satellitenbildern gestaltet, die die Situation im Kampfgebiet zeigen und die Missionsziele erläutern. Die Kamera zoomt dann nahezu nahtlos in die eigentliche Action und man sieht aus den Augen eines Seargents der US Armee. Das Team kniet oder steht beisammen und der Squadleader erteilt den Marschbefehl. An diesem Punkt war ich schon von der Wirkung der Szenerie sehr positiv überrascht. Feuer und Rauch überall, Schüsse und Explosionen, die von weiter her kommen und dumpf und bedrohlich real wirken. Das nächste was positiv auffällt sind die Bewegungsabläufe der Teamkameraden. Noch während der Befehlshaber mit einer typischen Geste in Laufrichtung zeigt und “We gotta hustle, let’s go!” ruft, setzt sich die Gruppe in Bewegung. Man sieht wie die Soldaten unter der Last ihrer Ausrüstung beschleunigen und beim Stehenbleiben, in Deckung gehen oder Richtung ändern langsamer werden und ihren Körperschwerpunkt verlagern.
Nachdem man mit seinem Team also im Laufschritt an zerbombten Autowracks vorbeirennt und noch immer von der Atmosphäre beeindruckt ist, folgt die Feuertaufe: Auf den Ruf “AMBUSH!” und Maschinengewehrfeuer aus einem naheliegenden Haus hin verteilen sich die Kameraden und suchen Deckung. Auch hier sehen die Bewegungen wieder verdammt realistisch aus. Glühende Kugeln pfeifen einem um die Ohren und schlagen Funken wo sie auftreffen. Man hört kaum einen Soundeffekt zwei mal. Über unseren Köpfen fliegen RPG Granaten hinweg und hinterlassen Rauchschwaden in der Luft. Ich will nicht zu viel verraten, die Mission geht dann weiter und man kämpft sich durch Hinterhöfe zu einem Panzer durch, den es vor hunderten von anrückenden Feinden zu beschützen gilt. Auf der höchsten Schwierigkeitsstufe ist dies eine nahezu unschaffbare Aufgabe. Dennoch ist jeder Versuch eine intensive Erfahrung.
Die Dramaturgie wird hoffentlich dem Beispiel der Vorgänger “Call of Duty” und “Call of Duty 2″ folgen. Wenn es so ist dann garantiert dieses Game eine spielfilmreife Story und ein packendes Gameplay.
Die Grafik ist zur Zeit ohne Zweifel die beste auf dem Markt. Die Soldaten und ihre Ausrüstung sind sehr realistisch modelliert und sehen dank des revolutionären Lightings fantastisch aus. Die Effekte wie Rauch, Feuer, fliegende Kugeln, Eplosionen, Splitter und Staub sind physikalisch korrekt und sehen sehr gut aus. Sogar die Luft flirrt wenn ein Schuss abgefeuert oder eine Explosion ausgelöst wird. Ein sehr schönes Feature ist auch die Schärfentiefe (Depth of field), die Objekte außerhalb des Blickfelds unscharf erscheinen lässt. Leider sind meinem mittlerweile schon ein Jahr alten PC Grenzen gesetzt, aber mit einer Auflösung von 1024×768 lief es mit den meisten Effekten total flüssig. Und das muss etwas heißen, denn in den meisten Szenen sind voll mit Effekten.
Fazit: Technisch ein Meisterwerk, Gameplay super, Realismus sehr hoch
Ich habe gerade die “Dokumentation” “Mars direkt - Das NASA-Projekt Mars 2016″ auf n-tv gesehen und mir standen fast die Haare zu Berge. Ich frage mich, wie Wissenschaftler so engstirnig sein können. Es wird hier illustriert und propagiert, wie der Mars umgeformt werden kann, sodass innerhalb von 10 Jahren nach Beginn des “Terraforming” Menschen dort leben könnten.
Abgesehen davon, dass der Umzug der Menschheit auf den Mars á la die Ratten verlassen das sinkende Schiff schon allein aus logistischen Gründen absolut utopisch ist und höchstwahrscheinlich daraus eine Trennung der menschlichen Rasse in diejenigen, die es wert sind, verschifft zu werden und die die auf einem Planeten aussterben, den andere zerstört haben führen würde, wirkt es doch sehr pervers, dass ein Budget von “nur” 55 Milliarden USD ausreichen würde, um die ersten Menschen auf den Mars zu schießen. Die erste Kalkulation sah sogar ein Gesamtbudget von exorbitanten 445 Milliarden vor.
Ich erinnere mich noch dunkel daran, wie der Astrophysiker Harald Lesch in “alpha centauri” prägnant und einleuchtend erläutert hat, wieso Terraforming keinen Sinn macht und auch physikalisch unmöglich ist. Und das war nicht auf Vermutungen gestützt, sondern auf elemtare physikalische Gesetze. Soweit ich mich erinnern kann sagte er, dass der Mars ein zu schwaches Magnetfeld hat, so dass man vor kosmischer Strahlung völlig ungeschützt wäre. Da hilft wahrscheilich kein Sunblocker. Und außerdem ist der Mars zu klein bzw hat zu wenig Masse und würde deshalb, aufgrund der geringen Gravitation, keine erdähnliche Atmosphäre halten können.
Da ich selbst kein Wissenschaftler bin und diese Aussagen nicht nachrecherchiert habe, kann ich auch nicht sagen, ob das jetzt die Wahrheit und nichts als die Wahrheit ist. Das ist aber im Endeffekt auch völlig irrelevant.
Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Raumfahrt. Keineswegs. Ich glaube dass uns vor allem in der Chemie und Biologie Versuche in der Schwerelosigkeit um einiges weiter gebracht haben. Ich sehe Pionier- und Erfindungsgeist als eine der wichtigsten Eigenschaften der Menschen an. Trotzdem finde ich die Idee, auf dem Mars eine Siedlung zu gründen so verdammt pervers. Wenn man nur die Hälfte der Aufwände in wirklich innovative Ideen zur Verbesserung der Lage auf unserem jetzigen Planeten investieren würde, könnte wahrscheinlich innerhalb von 10 Jahren weit mehr für die Menschheit getan werden. Das könnte alles mögliche sein: energieeffizientere Wohnräume und Geräte, Weiterentwicklung von Hybridmotoren/Brennstoffzellen oder einfach nur ein Programm um Drittweltländern zu helfen, wieder eine funktionierende Wirtschaft aufzubauen.
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis rechtfertigt meiner Meinung nach nicht im entferntesten eine solche Mission. Selbst wenn sie erfolgreich wäre und die betrunkenen Astronauten nicht bei lebendigem Leib verbrennen und in naher Zukunft einige Hundert Menschen und in ferner Zukunft sogar der Großteil der Menschheit auf dem Mars leben sollte, würde ich mich eher fragen:
Ist es denn sinnvoll, einen Planeten zu besiedeln, auf dem dann der ganze Schmarrn wieder von vorne losgeht?
Die gute Aussicht bei dem ganzen ist allerdings: Wenn man den Mars formen will, muss man ihn aufheizen. Und das können wir ja bekanntlich gut.
Weil ich schon so lange nichts mehr gebloggt habe und weil dieses Spielchen nach dem Schema “Zeig mir dein/e [beliebigen Alltagsgegenstand einfügen] und ich sag dir wer du bist”, gerade in der Blogosphäre die Runde macht ( notizblog.org, @cb’s ßetabloggerei, fragr.de, tautoko.info, paulinepauline.de, numblog.de, webzweipunktnull.de), dachte ich mir, ich nehme mir die Paar Minuten Zeit und schau mal was mein Browser so vorschlägt, wenn ich nur einen Buchstaben in die Adresszeile eingebe:


Wer als erstes die richtigen Begriffe in die Kommentare schreibt bekommt von mir einen tollen Preis.
Übersetzt bedeutet “Zeropunctuation” so viel wie “Null Zeichensetzung”. Die Bedeutung des Titels dieser Serie wird einem schnell klar, wenn man mal eine Review gesehen hat. Die genial spitz und sarkastisch formulierten und mit super Metaphern geschmückten Reviews von Yahtzee nehmen so gut wie jedes besprochene Spiel auf eine humoristische Art komplett auseinander. Ich finde diese Reviews nicht nur wegen der Reviews an sich super sondern vor allem wegen der bildhaften Sprache, die trotz ihrer Abwertung für den Gegenstand der Betrachtung sehr bunt und kreativ wirkt. Außerdem sind die Illustrationen genial.
Hier eine Kostprobe:
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