Man könnte anhand meines last.fm Profils denken, ich würde in letzter Zeit so gut wie keine Musik mehr hören. Das liegt aber daran, dass ich momentan am PC kein Netz habe, aber immer mit dem PC Musik höre, weil der den besseren Sound hat.
Das Album, das ich in letzter Zeit am meisten gespielt hab ist “Searching for the Jan Soul Rebels” von Jan Delay und Disko No1. Das Album kommt zwar nicht ganz an seinen Nachfolger “Mercedes Dance” ran, ist aber dafür reaggaelastiger, was ich daran sehr cool finde.
Außerdem hör ich unglaublich viel Gym Class Heroes, da die live gespielten Beats einfach Spass machen. Hier präsentiere ich den Track “New Friend Request”, der sich mit einer modernen Form des Werbens um das andere Geschlecht befasst: Myspace Freundschaften.
Zu den neuen Alben in meinem Schrank gehört “Life Show” von Olli Banjo, mit dem inoffiziellen zweiten Teil zu Toastbrot namens “Don’t do drugs” mit der Moral “Eidechsen lesen keine Beipackzettel” und noch vielen anderen Tracks die mir gefallen. Rabiat und manchmal sexistisch (”Geh aus’m Bild, Bayern München spielt”) gibt sich Olli Banjo wieder wie man ihn kennt. Die erste Singleauskopplung “Tagesschau” daraus ist allerdings ernster und zeigt Missstände jeglicher Art auf:
Außerdem hab ich mir eines der besten Kollaboalben “Black Star” von “Black Star” a.k.a Mos Def und Talib Kweli zugelegt. Die nicht übertreiben wenn sie sagen “Best Alliance in Hip Hop”. Talibs HausDJ Hi Tek hat den Großteil davon produziert und hat sich wirklich Mühe gegeben. Die Tracks gehen runter wie Öl, was nicht zuletzt auch der Verdienst von Mos Def’s unverwechselbarem Flow ist.
Von “Finding Forever” von Common (produziert von Kanye West) war ich nach sehnlicher Erwartung eher enttäuscht. Für meinen Geschmack etwas zu spirituell angehaucht und nicht überzeugend genug. Nichts destotrotz ein gutes Album.
Last but not at all least ist Talib Kweli’s Eardrum zu erwähnen. Da ich ja die ersten beiden Singles “Listen” und “Hot Thing” schon gepostet habe, geb ich euch heute “Hostile Gospel”, das es mal wieder wert ist, sich anzustrengen und auf den text zu hören.
Außerdem bin ich ja seitdem ich einen TV habe wieder up to date, was MTV und Consorten angeht. Daher will ich auch auf Bushido eingehen. Ich schäme mich nicht, zuzugeben, dass ich auch das ein oder andere Mal Bushido höre. Er hat eine enorme Wandlung hinter sich und ich finde dass er intelligenter ist als er sich gibt. Jedenfalls ist er ein Geschäftsmann, der weiß, wie man in Deutschland Gold holt und das sei ihm gegönnt. Dinger wie “Nie wieder” oder “Schmetterling” fand ich schon immer cool. Der Grund warum ich das schreibe ist seine neue Single “Reich mir nicht die Hand”, die ich echt gut finde. Er thematisiert darin die Beziehung zu seinem Vater, der ihn im Stich gelassen hat. Das Video kommt ohne Schnitt aus und lenkt nicht von der Message ab. Ich finde, man kann diese 4 Minuten seiner kostbaren Zeit ruhig opfern und sich den Track mal anhören.